"Wenn Du ein Land kennenlernen willst, gehe nicht zu den Ausgrabungsstätten, sondern in die Tavernen." Das habe er so oder so ähnlich einmal gelesen. Michael Höller hat den Spruch nur etwas abgewandelt und ihn zu seinem Lebensmotto gemacht: "Statt Tavernen sind es bei mir eben Stadien."[Allgemeine Zeitung / Rhein Main Presse, 1.8.2015]

zum Fußball 2020 (2)



31.10.20 * SV Union Velbert - SC 1911 Kapellen-Erft * 16 Uhr * Niederrhein-Pokal * Ernst-Albert-Sckär-Sportplatz, Velbert * abgesagt


Stadion Zur Sonnenblume

Als ich nachmittags an der Haltestelle Peibst in Velbert aus dem Bus stieg, schwante mir schon Übles. Der Platz auf der anderen Seite sah mir zu sehr verlassen aus, als daß da in 30 min ein Pokalspiel angepfiffen werden könnte. War nix mit gescheitem Jahresabschluß...

Dabei liebe ich doch verlassene Stadien - und hatte an diesem Tag schon zwei gespottet. Zuerst den Sportplatz im Wülfrather Stadtteil Düssel, am Rande einiger Kalkabbaugruben. Dort spielte einst der Verein mit dem schönen Namen Einigkeit Dornap. Der auffällig überdimensionierte Zaun des kleinen Platzes soll angeblich aus dem Düsseldorfer Rheinstadion stammen. Vermutlich wollte man verhindern, daß Bälle ständig in die direkt dahinter fließende, kleine Düssel flogen. Nachher war ich nochmals in der Sonnenblume. Bis zum Sommer hatte hier noch der SSVg Velbert gekickt. Von der Stadt hieß es, daß die Fläche zu nichtsportlichen Zwecken genutzt werde. Vermutlich rollen irgendwann mal hier die Bagger an...

Im Moment (1. November 2020) trage ich die Hoffnung in mir, wenigstens ein Spielchen dieses Jahr noch sehen zu können. Schaun mer mal, was geht...





An- und Abreise für 2 Personen: DUS –> LGW zu 95,53 EUR * Gatwick -> Finsbury Park mit der Bahn zu 37,05 GBP * 6 Nächte Ü im Best Western Highbury zu 287,55 GBP  * 7 Tage 6 Zonen Travel Card im Großraum London zu 66 GBP * Tottenham Hale -> Stansted mit dem Stansted Express zu 28,50 GBP * STN -> CGN zu 59,35 EUR

Seit August lebt meine große Tochter in London, um dort 12 Monate lang eine Art Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Nach etwa 5 Wochen war es mal für Papa an der Zeit, nach dem Rechten zu sehen :-). Dank der NRW-Herbstferien konnte mein Kleiner auch mit. Für ihn sein erster England-Trip und eine gänzlich neue Erfahrung.

Corona spielte insofern mit, als daß es zwischen Zeitpunkt der Flugbuchungen und dem Ende der Reise keine Veränderung der Umstände gab. Weder Deutschland noch London zählten zu Risikogebieten und in England waren bei Fußballspielen ab Level 7 begrenzt Zuschauer zugelassen. Das garantierte ein volles Fußballprogramm zu erschwinglichen Preisen.

1. Tag







Für die Kids hatte ich Besuche im Sky Garden und im Science Museum organisiert. Für mich stand zunächst der Griffin Park auf dem Programm. Der Abriss der langjährigen Spielstätte der Bees soll, so war zu hören, schon begonnen haben. Leider war es mir nicht vergönnt, dort jemals ein match zu sehen. War zwar mal an einem Spieltag vor den Toren des Grounds gewesen, hatte mich aber schon zuvor für Leyton Orient entschieden.

Auf dem Weg nach Brentford mußte ich in Vauxhall umsteigen und nutzte die Chance, um kurz zum The Oval zu sprinten. Sporthistorischer Boden: Eigentlich ein Cricket Stadion, hat es zwei ganz besondere Fußballspiele erlebt: Das erste Länderspiel der Engländer auf heimischen Boden (1870) und das allererste FA Cup final (1872). Zuletzt nutzten hier die Corinthian-Casuals, die ich am Nachmittag noch sehen sollte, in den 1960er Jahren The Oval für Association Football



In Brentford zog ich eine Runde um die Häuser des Griffin Parks. Das Teil ist ja nur an wenigen Stellen von der Straße her sichtbar. Die Eingänge zu den Blocks zwischen zwei Wohnhäusern sind wohl die typischsten Merkmale britischer Grounds, oder? Sooo geil und deswegen sooo Schade, daß hier nach 116 Jahren Schluß ist. Das Stadion war leider ziemlich verrammelt. Insgeheim hatte ich gehofft, bedingt durch die Abrissarbeiten, irgendwie Zugang ins Innere des Grounds zu finden, aber damit war es an diesem Tag Essig. So bekam ich fast nur Flutlichtmasten vor die Linse. Vielleicht gibt es ein nächsten Mal, wenn sich Bob der Baumeister beim Abriss etwas Zeit läßt.

10.10.20 * Carshalton Athletic - Corinthian-Casuals FC   1:0 * 15 Uhr * Isthmian League Premier Division (Level 7) * War Memorial Sports Ground, Carshalton, London * Zuschauer: 600 (ausverkauft) * Eintritt: 11 GPB



Mein Ticket hatte ich mir online besorgt. Der Shop von Carshalton war insofern etwas fies, als das er keine deutsche Kreditkarte akzeptierte. Aber da konnte das Töchterchen helfen. Am Eingang mußte ich nur meinen Namen nennen und selbiger wurde von einer Liste gestrichen - nur um mich anschließend in eine andere Liste, in die Corona-Liste, wieder einzutragen. Hatte zwar ne App vom National Health Service installiert, war aber zu blöd, den QR-Code des heutigen Events zu scannen. Zu diesem Derby waren 600 Zuschauer zugelassen und diese Obergrenze wurde auch erreicht. 

Wer gedacht hätte, der Anhang der Corinthian-Casuals wäre ein Haufen Südamerikaner in Brasilien- (oder Corinthians-)Trikots, der sah sich getäuscht. Der geneigte Leser von "11 freunde" weiß, daß sich der berühmte Club aus Sao Paulo nach dem kleinen 7.-Ligisten aus London benannt hat - und nicht etwa umgekehrt. "The most important club you never heard of" wurden die Corinthian-Casuals einst von einer englischen Zeiten genannt. In ihren Vereins- statuten steht, daß sie für immer Amateure bleiben werden - ein Aufstieg in professionelle Levels der Fußballpyramide ist damit schon per se ausge-schlossen. Es lohnt, sich mit der interessanten Historie dieses Clubs zu beschäftigen. Ach ja, die paar anwesenden Fans der Corinthian-Casuals waren durchweg waschechte Europäer mit Bier in der Hand und keine kaffeebraunen Sambatänzer.



Das Stadion von Carshalton gefiel mir sehr, besonders der große überdachte Stehrang entlang einer der beiden Seitenlinien. Dazu ein unterhaltsames Spiel und heftiger Regen... perfekte Bedingungen für einen erholsamen Fußballnachmittag. Das machte mir Appetit auf mehr. Nur gut, daß mir noch vier Spiele (und reichlich Regen) bevorstanden.

Da ich Martin bei Tochter Pia in guten Händen wußte, konnte ich nach dem Spiel noch zwei LOST GROUNDS mitnehmen. Für den ersten brauchte ich das Gelände des Bahnhofs Selhurst gar nicht zu verlassen. Vor hundert Jahren hätte ich von Gleis 1 des Bahnhofs auf das Spielfeld des Croydon Common Athletic Grounds (genannt "The Nest") blicken können, heute sehe ich stattdessen auf ein Eisenbahndepot. Hier kickte einige Jahre Crystal Palace. Man sagt, daß ein Teil der damaligen Umkleide-Räumlichkeiten noch erhalten seien. Sicher ist dagegen, daß die Mauer, die heute das Depot umgibt, damals das Stadion von der Straße abtrennte.

Zweite Station war das Herne Hill Velodrome. Hier railte ich bis North Dulwich und mußte einmal um das ganze Gelände der Radrennbahn latschen, um den Eingang zu finden. Es war sogar offen und so konnte ich einigen Fahrer(innen) beim Training zuschauen. Ich glaub, ich hab diesen Sport noch nie live gesehen, nur am TV (-> Olympia 1984, Fredy Schmidtke). Auch hier hat einst der Crystal Palace Football Club einige Jahre seine Heimspiele ausgetragen.  Eine Zeit lang muß das Velodrom auch ein wunderbar gammliger LOST PLACE gewesen sein. 





2. Tag

Am Sonntag hatte ich für den Nachwuchs Madam Tussauds Wachsfiguren und das London Eye eingeplant. Man selbst zog es vor, ein bisschen durch die Gegend zu fahren und zwei ehemalige Fußballplätze aufzuspüren. Den ersten fand ich in Plumstead, nur unweit des Bahnhofes. Auf einem brach liegenden Fabrikgelände stand einst, als der Arsenal FC noch Royal Arsenal bzw. Woolwich Arsenal hieß, dessen Manor Ground. Abriss 1913, lang ist es her.

Treffpunkt von Kommunisten, schon lange vor der Zeit des Manor Grounds

Plumstead


Den zweiten LOST GROUND fand ich in Slade Green. Dort, wo einst der Slade Green FC kickte, wächst seit 11 Jahren das Unkraut. Das Gelände ist so stark gesichert, wie ich es bei keinem anderen verlassenen Stadion dieser Kategorie gesehen habe: Im Abstand von über einem Meter verlaufen zwei hohe Stahlzäune, die nicht nur ihren Zweck erfüllen, sondern auch das Fotografieren stark behindern. Trotzdem hat sich der Ausflug in den äußersten Londoner Osten für mich gelohnt. Zurück via London Bridge ging es dann in den Süden, nach Bromley. 

LOST GROUND Small Glen, Slade Green

Immer weiter, immer nach oben!




11.10.20 * Cray Wanderers - Bishop's Strotford FC   1:3 * 15 Uhr * Isthmian League Premier Division (Level 7) * Hayes Lane, Bromley, London * Zuschauer: 338 * Eintritt: 10 GBP

Die Cray Wanderers haben derzeit kein eigenes Stadion, weswegen hier beim Bromley FC gekickt wird. Allerdings soll in der kommenden Saison in das dann fertige neue Zuhause Flamingo Park Sports Centre in St Paul’s Cray umgezogen werden können. Der Club nimmt für sich in Anspruch, der älteste Londoner Fußballverein zu sein. Die Gründung soll irgendwann im Jahr 1859+1 in den Zwillingsdörfern St. Mary Cray und St. Paul's Cray in der Nähe von Orpington erfolgt sein. Der erste Ground der Cray Wanderers an der Star Lane ist heute ein Friedhof. Ein solcher LOST GROUND fehlt mir noch in meiner Sammlung.



Die Hayes Lane war der Ground, der mir am besten aller fünf bei diesem Trip besuchten Spielstätten gefallen würde. Dem modernen Glyn Beverly Stand liegt die archaisch anmutende North Terrace gegenüber. Konnte mich an diesem Teil gar nicht satt sehen. Das Stadionerlebnis war ganz OK, wenn auch die Stimmung etwas heftiger hätte sein können. Die handvoll Fans aus Bishop's Strotford wußte ihre Mannschaft jedoch überschwenglich zu feiern.




3. Tag


Ehrung der britischen Seefahrer, Westminster Abbey


Museumsreif: "Kanga" aus Tansania, mit Stadion-Motiv

12.10.20 * Sutton Common Rovers - Moseley FC    4:0 * 19:45 Uhr * Combined Counties Football League (Level 9) * Gander Green Lane, Sutton, London * Zuschauer:  ca. 100 * Eintritt: 5 GBP

Nach einem ereignisreichen Tag konnte ich Martin davon überzeugen, daß es eine gute Idee sei, wenn er am Abend den Länderpunkt England einfahren würde. Das ganze machte ich ihm mit der zu erwartenden Stadiongastronomie schmackhaft. Gesagt getan!

Gerade noch pünktlich zum Anstoß kamen wir an der Gander Green Lane an, der Bahnhof West Sutton ist ja direkt um die Ecke. Diesmal gab es keinen Kartenvorverkauf, sondern nur pay on the gate. Etwas mißmutig nahm Martin zur Kenntnis, daß es hier und heute nix für ihn zum Futtern geben würde. Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn heute statt der Rovers das "größere" United angetreten wäre.

Wie man spätestens seit Februar 2017 weiß, gibt es im Stadion am Kiosk derart leckere pies mit Fleisch und Kartoffeln, daß der 130 - 150 kg schwere Ersatztorhüter Shaw von United während des laufenden FA-Cup-Spiesl gegen Arsenal nicht anders konnte, als an der Seitenlinie stehend sich so ein Teil reinzuziehen. Die scheinbar komische Situation sorgte ja dann für Ärger, denn Bekannte von Shaw hatten genau auf diesen Umstand Wetten abgeschlossen. Nun ja, wir verhungerten dennoch nicht. Trotz Regen absolvierte Martin in der Halbzeitpause mehrere 100 m-Läufe entlang der Seitenlinie, um sch in der 2. Hälfte mit meinem Handy zu vergnügen. So hatte ich die Gelegenheit, mir in Ruhe das Spiel anzuschauen. 




4. Tag



13.10.20 * Haringey Borough - Bracknell Town   5:1 * 19:45 Uhr * FA Cup, Third Round Qualifiying * Coles Park, Tottenham, London * Zuschauer: 347 * Eintritt: 10 GBP * An- und Abreise mit Uber zu 10,34 GBP und 9,32 GBP

Abends konnte ich Martin wieder bei meiner Tochter abladen. Von deren Wohnhaus bis zur White Hart Lane war es zwar nicht sooo weit, aber es gab an diesem Abend keine vernünftige Busverbindung dorthin. Also mußte Uber aushelfen.

Der Coles Park hat eine kleine, typisch britische Tribüne (die zu diesem FA Cup-Spiel wegen Corona natürlich nicht voll wurde), in deren Bauch Growler I, der Rasenmäher des Clubs parkte. Drumherum gibt es ein paar überdachte Stehplätze, die nicht der Rede wert sind. Es wurde das beste Spiel mit dem besten Stadionerlebnis dieser Tour. Schuld daran waren vor allem die paar alten Jungs auf der Tribüne, die Haringey durchgehend old school anfeuerten. Allein einer von denen war in der Lage, mit seiner kratzig-rauchigen Stimme das ganze Viertel zu beschallen. "C´mon Haringey!" Der klare Sieg führte natürlich zu reichlich Feierlaune - sowohl auf dem Rasen, als auch auf den Rängen. Es wurde einer dieser Abende, die einem länger im Gedächtnis bleiben als andere.




5. Tag








14.10.20 *  Ilford FC - Cockfosters FC   1:1 * 19:45 Uhr * Essex Senior League (Level 9) * Cricklefield Stadium, Ilford, London * Zuschauer: ca. 40 * Eintritt: frei

Der Eingang zum Cricklefield Stadium war für mich nicht einfach zu finden gewesen. Mußte 1x um den ganzen Block laufen, um das richtige "Schlupfloch" zu finden. An der Bude mit den Drehkreuzen, die einst aus einem Übersee-Container gezimmert worden war, lag die Corona-Liste aus und mein Name stand bereits an erster Stelle. Meine Ticket-Anfrage hatte Joe K., der Sekretär des Clubs, freundlicherweise mit dem Hinweis auf freien Eintritt für den Gast aus Germany beantwortet. Tolle Geste!

Hatte ich eigentlich am Nachmittag auf dem Friedhof Highgate schon genug altertümliche Grabsteine gesehen, so gab es hier noch eine Zugabe. Etwas gespenstisch liegt hinter der Ilford-Tribüne der Friedhof der St Mary's Church. Vielleicht nicht der schlechteste Platz um beeredigt zu werden, wenn man es im Leben mit Ilford gehalten hat. Sollten bei einem Abendspiel mal Bälle rüber fliegen, möchte ich nicht derjenige sein, der die wieder einsammeln muß. Lieber bis zum Morgengrauen warten. Die wenigen Zuschauer, das weite Rund eines Athletikstadions und das eher maue Geschehen auf dem Rasen ließen mich hoffen, das der Kick möglichst ein baldiges Ende finden würde. Wehmütig mußte ich an gestern denken, an Haringey Borough. "C´mon Haringey!"klang es mir immer noch in den Ohren.





Am nächsten Tag, als in London die Corona-Warnstufe von 1 auf 2 gesetzt wurde, stand für Martin und mich die Heimreise an. Glücklicherweise waren in den letzten Tagen weder die englische Hauptstadt noch das Rheinland zu einem Risikogebiet geworden. Der Flughafen Stansted war so leer, wie ich ihn noch nie erlebt hatte - der Flieger nach Köln aber proppevoll. Die Tour hatten wir gerade zur rechten Zeit gemacht. Manchmal braucht es ein wenig Glück :-)!




27.09.20 * Meerbecker SV Moers – FC Viktoria Alpen   0:8 * 15:00 Uhr * Kreisliga A *Nebenplatz Rheinpreussenstadion (Asche), Moers * Zuschauer: ca. 40 * Eintritt: 2 EUR * An- und Abreise mit der Bahn und Fahrrad zu 36,00 EUR

Reise an den Niederrhein. Denn dem baufälligen Rheinpreussenstadion in Moers droht die Neugestaltung zum Volkspark. Keine Ahnung, was von dem 1953 eröffneten Ground dann noch übrigbleiben wird. Also mal hin, bevor die Bagger – kurzfristig von Corona gestoppt (Danke !!!) – wieder rollen.

Zuvor aber noch eine Straßenbahnrunde durch Duisburg. Los geht ́s am Hbf, dessen Dachkonstruktion wohl die gruseligste und in die Jahre gekommenste seiner Art in Deutschland ist. Der baldige Neubau soll irgendwie wellenförmig sein, wie einfallslos. Die Straba 903 Richtung Obermarxloh durchfährt das Stück Westen der Republik, das an Schäbigkeit und Grau-in-Grau nicht mehr überboten werden kann: Laar, Marxloh und Beeck. Hier am Beeckbach hatte der TSV Bruckhausen seine Platzanlage. 1920 stand das T noch für irgendwas Turnerisches, jetzt steht es für Türkisch. Der Verein ist umgezogen und von der Anlage ist nur noch der rote Aschenplatz übrig.







Besser wird die LOST GROUND-Ausbeute in Duisburg-Walsum. Der ehemalige Platz des SV Walsum, nach einer Fusion überflüssig geworden, verfügt noch über einen netten Eingangsbereich. Das Gelände ist gut gesichert, so muß ich einmal halb drumherum laufen, um durch das Gestrüpp ein paar Fotos zu machen.

Zurück zum Hbf und mit der Bahn über den Rhein nach Moers. Jetzt kommt mein mitgeführtes Fahrrad zum Einsatz. 20 km-Tour nach Neukirchen-Vluyn zum Jahnplatz (und zurück). Unterwegs bietet sich die Zeche Niederberg als tolles Fotomotiv an. Der Jahnplatz in Vluyn ist richtig geil, den hätte man gerne auch noch mit Spiel gemacht. Die geschlossene Vereinskneipe heißt, wie originell, auch Jahnplatz :-). Ich inspiziere den ebenfalls geschlossenen Aschenplatz nebenan und muß dann feststellen, daß ich es zum vierten angepeilten LOST GROUND des Tages in Kamp-Lintfort zeitlich nicht mehr schaffe. Oder vielleicht bin ich auch einfach nur zu faul, um aus den bisher 20 geschafften Radelkilometer heute noch 30 zu machen...



15 Minuten vor Anpfiff rolle ich am Rheinpreussenstadion ein. Namensgeber des Grounds ist die ehemalige Zeche Rheinpreußen, dem ersten Bergwerk auf der linken Rheinseite. Das Spiel findet nicht auf dem Hauptplatz, sondern nenbenan auf Asche statt. Wußte ich vorher schon, war mir aber egal. Die etwa 40 Zuschauer rechne ich etwa fifty-fifty zu Anhängern beider Vereine zu. Catering gab´s heute leider nicht.





Die Spieler von Moers machen auf mich - Verzeihung - den Eindruck, als hätte man sie gerade aus einer Shisha-Bar abgeholt. Die gelb-blauen Gäste haben zwei, drei stämmige Spieler in ihren Reihen, wovon mindestens einer das Kaliber eines Günter Delzepichs hat. So wird das match eine klare Kiste für Alpen: 8:0!


Jetzt noch ein Kapitelchen zu einem ungewöhnlichen Erlebnis, in der die Deutsche Bahn bzw. die NordWestBahn die Hauptrolle spielt. Stehe ich in Moers am Gleis 4 und warte auf die Regionalbahn Richtung Duisburg. Und da wundere ich mich, daß - ohne irgendeinen akustischen Hinweis - diese Bahn abweichend auf Gleis 1 (oder 2?) einläuft. Natürlich schaffe ich es nicht, mit meinem Fahrrad im Schlepptau, so schnell den Bahnsteig zu wechseln. Scheiße... muß ich jetzt wohl eine ganze Stunde auf die nächste Bahn warten. Ich blicke nochmal auf den ausgehängten Fahrplan: Ja, Gleis 4 steht da!

Kommt da plötzlich ne Durchsage (funktioniert ja, hätte man schon vorher mal nutzen können, liebe DB)... "auf Gleis 3 fährt ein Regionalbahn nach Kamp Lintfort Südbahnhof..." Hä? Nochmal ein Blick auf den ausgehängten Fahrplan: Da steht nix von RB nach Kamp-Lintfort. Und ausgerechnet Südbahnhof. Ich war in meinem Leben noch nie in Kamp-Lintfort, aber ich wußte durch meine Recherchen vom Vortag, daß eben genau neben diesem Südbahnhof der LOST GROUND des DJK Kamp-Lintfort liegt, den ich eigentlich am Mittag mit dem Rad erreichen wollte.

Ich verstehe nur Bahnhof und steige einfach mal samt Fahrrad in die NordWestBahn ein. Der Zug fährt los und ich glotze ungläubig an die Decke: Der VRR-Streckenplan beinhaltet keinen Bahnhof Kamp-Lintfort. Weder einen Südbahnhof noch einen Hbf oder sonst was. Von Moers geht es definitiv nur weiter nach Rheinberg oder Duisburg-Trompet. Ich glaube zu träumen... Dann wird es richtig merkwürdig: Der Zug ruckelt bis (zum Güterbahnhof ?) Rheinkamp und bleibt dort erstmal stehen. Der Lokführer rennt durch den Zug und bald setzt sich die NordWestBahn in entgegengesetzter Richtung wieder in Bewegung und beschreibt dabei einen Bogen von 270°. Einen Fahrtrichtungswechsel auf freier Strecke hätte ich allenfalls irgendwo im Gebirge erwartet, aber doch nicht am platten Niederrhein. Ziemlich holprig geht es weiter, bis zur Endstation.

Da wartet dann auch des Rätsels Lösung auf mich: In Kamp-Lintfort ist Landesgartenschau und um die Heerscharen an Besuchern dorthin zu karren, hat die DB die Strecke Moers - Kamp-Lintfort Süd an den Wochenenden (wieder ?) für den Personenverkehr aktiviert und einen Behelfsbahnhof eingerichtet. Nur das heute kaum Fahrgäste zu sehen sind.




Egal, ich bin ja diesmal gar nicht sauer auf die DB und deren mangelhaften Kommunikation, denn so komme ich doch noch unerwartet in den Genuss des LOST GROUNDS Sportplatz am Südtor. Dort hat die DJK - neben einem verrammelten Vereinsheim - einen tollen Zaun mit dem Clubnamen hinterlassen. Der Aschenplatz ist noch da und sogar in gut gepflegtem Zustand. Nur das die benachbarte Schule wegen ihrer baulichen Erweiterung dem Platz etwa 20% der Fläche abgeknabbert hat. Für die Mindestmaße eines Fußballplatzes dürfte die übrig gebliebene Fläche nicht mehr reichen. Ende Gelände, Ende mit dem Fußball.

Die Rückfahrt beginnt mit einer Verspätung von fast 40 Minuten. Und natürlich fährt die NordWestBahn in Moers wieder am falschen Bahnsteig ein. Wäre ich nicht nach Kamp-Lintfort gefahren, sondern hätte am Bahnhof Moers noch eine Stunde (an Gleis 4, wie ausgeschildert) gewartet... ich hätte den Zug nach Duisburg wieder nicht erwischt. Aber so bin ich doch noch am gleichen Abend - zwar reichlich verspätet - wohlbehalten nach Hause gekommen.





20.09.20 * Bedburger BV 1912 - SV Blatzheim  5:3 * 15:00 Uhr * Kreisliga B * Nebenplatz KR Josef-Balduin-Arena, Bedburg * Zuschauer: ca. 50 * Eintritt: 3 EUR * An- und Abreise mit der Bahn und Fahrrad zu 36,00 EUR (2 Personen)

Mein kleiner Großer fordert für den Sonntag eine Fahrradtour ein. In letzter Zeit ist mir diesbezüglich die Gegend rund um den Tagebau Hambach immer sympathischer geworden... wegen der kaum vorhandenen Steigungen und so. So railen Martin und ich bis Rommerskirchen, laden unsere Räder aus und radeln weiter zur Speedwaytrasse :terra nova bei Bedburg. Dort, wo sich einst ein langes Abraumband befand, gibt es schon seit ein paar Jahren einen coolen, sehr gerade verlaufenden Radweg zum Rand des Tagebaus. Unterwegs ergibt sich - rein zufällig - die Gelegenheit, drei LOST GROUNDs ein einen der Nachfolge-GROUNDs zu spotten. Fein, kommt auch Papa noch mehr auf seine Kosten.




Als wir am Nachmittag doch einigermaßen ausgepowert wieder in Bedburg einrollen, hat Martin noch keine Lust, direkt nach Hause zu fahren. Er hat auch nichts dagegen, mit mir beim Bedburger BV vorbeizuschauen. Mal nebenbei einen neuen Ground mitnehmen, kann nicht schaden.

Als wir etwa eine Viertelstunde nach Anpfiff an der Herderstraße ankommen, steht es schon 3:0. Später sollte es noch 4:0, dann 4:3 und zum Schluss 5:3 stehen. Die Arena kann nicht viel, ziemlich 08/15. Wie gut, daß ich keine Ligen komplettieren muß und so "gezwungen" wäre, mir solch langweiligen Sportplätze öfters anzutun. Das einzig gute hier waren die vielen Tore und die kalte Fassbrause. 




05.09.20 * Union Rochefort - RRC Marmont   4:2 * 20:00 Uhr * Belgischer Pokal, 2. Runde * Stade de Roches, Rochefort * Zuschauer: ca. 300 * Eintritt: 8 EUR * An- und Abreise mit der Bahn zu 32,20 EUR und als Beifahrer im Auto (15 EUR Spritgeld)

Treffpunkt 6:50 Uhr Rheydt Hbf. Von hier aus nimmt mich Frank, den ich bisher nur von Facebook kenne, in seinem Auto mit nach Belgien, wo wir nicht weniger als zehn LOST GROUNDs spotten und dazu noch ein Spiel anschauen wollen. Für die Tour hab ich einen minutengenauen Plan vorbereitet, den wir tatsächlich auch genau so einhalten werden. Keine Staus, keine Unfälle, kein Verfahren und keine Bummeleien. Am Abend sollten wir in Rochefort sogar 15 min Vorlauf haben.



Frank ist ein ruhiger Kerl. Zwar Fan von Schalke, aber das geht ja noch. Ein Schwatz-Gelber hingegen wäre als Reisepartner nicht in Frage gekommen… Toleranz hat seine Grenzen.

Das erste Ziel Maasmechelen gleich ein Highlight: In dem schon ziemlich zugewucherten Innenraum sind die Tore kaum noch auszumachen und auch die passable Tribüne ist zur Hälfte im Grün verschwunden.

Der Ground in Dorne ist um einige Nummern kleiner. Da das Gelände von zwei Seiten völlig offen ist, haben wir kein Problem damit, mal drauf zu marschieren. Das ruft den mutmaßlichen Besitzer auf den Plan. Als der anfängt herumzumeckern, haben wir unsere Fotos schon längst im Kasten. Pfüati, Kasperl!

Eine Stunde später kommen wir in Witgoor, einem Stadtteil von Dessel an. Vom Jef Luytenstadion sind allenfalls noch ein paar senkrecht aus der Erde herausragende Eisenträger zu erkennen, alles andere ist bereits der vorangeschrittenen Baustelle zum Opfer gefallen. Mist!

Kleine Entschädigung in Olen. An der Missestraat gibt es noch eine völlig intakte Tribüne. Das Feld wird von einem Softballverein genutzt, auf dem Nebenplatz und im ehemaligen Vereinsheim treiben sich gerade Hunde und deren Halter bei irgendeinem Wettbewerb herum. Komische Vögel… werden die sich von uns gedacht haben.

In Heultje finden wir den gesuchten Ground ziemlich schnell… bzw. gar nicht. Eigentlich wollten wir nämlich zum Ernest-Sterckx-Sportzentrum des KFC Heultje und landen stattdessen beim caféploeg voetball-Verein VK Heultje. Den Irrtum merkten wir erst hinterher. Durch die eingeschlagenen Scheiben am Vereinsheim und die fehlenden Netze an den Toren sah der Ground tatsächlich ein wenig LOST aus. War jedenfalls die bessere Alternative, denn vom Ernest Sterckx-Sportzentrum ist rein gar nichts mehr übrig geblieben.



In Aarschot am LOST GROUND des VK Gelrode machen wir wieder Bekanntschaft mit einem Grundstücksbesitzer. Der hat gegen unser Knipsen nichts einzuwenden und versorgt uns mit der Info, daß im Februar bei einem Sturm das Vereinsheim zerstört wurde (und die letzten Reste davon in einem Container liegen). Er habe das Gelände gekauft und müsse es nun vollständig renaturieren. Das bedeutet, der Ground ist auch bald von der Bildfläche verschwunden.

Der ehemalige Platz des VK Rode hat sich außerhalb des Dorfes Sint-Agatha-Rode gut hinter einem aufgeschütteten Erdwall versteckt. Hier im Vereinsheim und draußen am Spielfeldrad liegen die Pokale herum, die einst vor Jahren vermutlich voller Stolz gewonnen wurden. Eine Schande! Die verwahrloste Anlage ist eine tolle Location für uns und unsere Kameras. 





Nur ein paar Minuten später rollen wir in Wavre ein. Vor wenigen Wochen sollte das La Martineau im Rahmen eines Festes durch den Verein Royal Wavre Limal verabschiedet werden. Die örtlichen Corona-Auflagen machten dem Veranstalter kurzfristig einen Strich durch die Rechnung. Schluß ist für das schmucke La Martineau trotzdem. Die Torpfosten hat man schon in Höhe der Grasnarbe abgesägt.

Kurz vor den Toren von Namur machen wir die Bekanntschaft mit einem LOST GROUND der besonderen Art. Erstmal erkennen wir an der Stelle rein gar nichts, was auf einen Fußballplatz hindeuten könnte. Dann fallen Frank so komische Kaninchendrahtgeflechte in ungewöhnlicher Höhe auf. Vermutlich hatten die einst die Funktion von Fangnetzen. Während Frank einen Parkplatz sucht, laufe ich voraus zu einem Schuppen, vor dem ein Lieferwagen steht. Als ich irgendwas von Stade und Football fasele, deutet der Fahrer im Lieferwagen auf die Tür. Ja, ja ich solle ruhig rein gehen.



Inzwischen ist Frank auch da und wir gehen beide rein - und stauenen nicht schlecht. Statt eines Hühnerstalls finden wir einen gemütlich eingerichteten, großen Raum vor. In der Mitte steht ein riesiger Tisch, um den sich ein paar Männer platziert haben, um Tour de France oder so ähnlich zu gucken. Einer steht auf und schaut uns fragend an. Der Mann versteht Englisch und ist gar nicht so sehr überrascht, daß wir hier nach einem Fußballplatz suchen. Immerhin war schon mal jemand hier und hat sich danach erkundigt. Bereitwillig erzählt er uns ein paar Anekdoten von dem früher hier kickenden Verein Transvaal Vedrin. Das Problem war, daß man hier oben auf der Anhöhe kein Wasser hatte. Er zeigt uns einen dünnen Schlauch, der aus dem Dorf hierher führt. Das hat nicht ausgereicht, um Duschen zu betreiben. So hat man den Gastmannschaften immer nur ein paar Eimer mit Wasser bereitstellen können - plus 24 Dosen Bier als Entschädigung. Heute leben in den Umkleiden Hühner und im ehemaligen Vereinsheim feiern die Einheimischen aus dem Dorf gelegentlich Sportevents vor dem Fernseher. Eine tolle Geschichte!



Kurz vor Rochefort, im Nachbarörtchen Jemalle, können wir LOST GROUND Nr. 9 spotten. Maximale Ausbeute für einen Tag und es waren ja zwei, drei echte Perlen dabei.



In Rochefort parkt Frank direkt am Ground. Wir wissen, daß der Einlaß 90 min vor Anpfiff beginnt und maximal 400 Leute zugelassen sind. Nachdem wir  unsere Tickets gesichert und die völlig unverständliche, da französische Corona-Erklärung ausgefüllt haben, sollte man dann auch direkt reingehen. Wie anständige Leute das so machen, folgt man dem Willen der Organisation.

Der Parc des Roches ist wirklich was Feines, was vor allem an der Lage unterhalb von so einer alten Kirche liegt. Die Tribüne verfügt über eine zweckmäßige Bar, nur die riesigen Fensterscheiben haben etwas VIP-Lounge-mäßiges. Der Hamburger mit Sauce Andalus bekommt gut, aber das schreckliche Geplärre der etwa 20 Ultras drückt mir auf Magen und Ohren. Kinders, muß das sein? Nach der Pause müssen die Heranwachsenden noch zündeln.... ahhh.



Der Fußballgott meint es heute gut mit mir, denn der Gastgeber kann den Pokalfight nach sehenswertem Gekicke schon nach 90 Minuten für sich entscheiden. Für mich bedeutet das, daß mich Frank rechtzeitg vor Abfahrt des letzten Zuges Richtung Köln am Aachener Hbf absetzen kann. Der Kelch einer Nacht am Bahnhof geht an mir vorrüber. Bewundernswert übrigens, wie Frank Autobahn fahren und gleichzeitig auf seinem Handy Berichte schreiben und Fotos posten kann. Dem Gelegenheitsbeifahrer und vierfachem Familienvater wurde es dabei ab und zu ein wenig mulmig. Nun ja, ich habs überlebt und kann Frank für´s Mitnehmen auf dieser tollen Tour de Belgique danken.








22.08.20 * FC Germania Kirchberg II - VfR Linden-Neusen II   4:8 * 17:00 Uhr * Freundschaft * Stadion an der Rur, Jülich * Zuschauer: ca. 50 * Eintritt: frei * An- und Abreise mit der Bahn zu 39,90 EUR und Fahrrad

Die tollen Fotos des verlassenen, auto- und menschenleeren Autobahnabschnittes der A4 zwischen Frechen und Düren (inzwischen vom Verkehr abgeklemmt) von Meiki lockten mich einmal mehr an die südliche Kante des Hambacher Braunkohletagebaus. Beim Herumradeln kam man u.a. an ein paar verlassenen Baumhäusern und Barrikaden vorbei, die einst von Pro-Hambacher-Forst-Demonstranten errichtet wurden. Die Naturfreunde hätten ja auch mal ihren Dreck weg machen können...  Nutzte zudem noch die Chance, wohl ein letztes Mal einen Blick auf die LOST GROUNDS in Manheim und Morschenich zu werfen.



Hatte irgendwie Bock auf Live-Fußball. Ein Blick auf futbology und die Entscheidung fiel auf ein revisit im Karl-Knipprath-Stadion in Jülich. Die Zeit ließ es zu, noch zwei "neue" LOST GROUNDS zu spotten. Auf dem Weg von Jülich Bahnhof rollte man am Stadion an der Rur des FC Germania Kirchberg vorbei. Hier sollte in gut 50 min auch ein Spiel starten. Umgeplant, ein neuer Ground geht vor!





Die Radtour nach Jülich-Barmen bzw. Merzenhausen dehnte sich länger als gedacht. So war ich erst weit nach dem Anpfiff des Spiels wieder am Stadion. Egal, denn der Ball ruhte. Ein Gästespieler lag schwer verletzt auf dem Rasen und mußte vom Notarzt abtransportiert werden. Das dauerte. Gute Besserung dem armen Kerl. Nach der Corona-Personalien-Erfassung setzte ich mich auf die Terasse des Vereinsheimes, knetete mir die schmerzenden Waden (gut 30 km zurückgelegt...) und schlürfte nacheinander Fassbrause und Kaffee. Sicherheitsabstände oder das Tragen von Mundschutz interessierte hier und heute keinen - leider. So wird das nix mit einem baldigen Ende von Corona.

Auf dem Rasen war dann jeder Schuß ein Treffer! Die Torhüter hatten beide Bahnschranken-Format. Schützenfest. Im Verlauf des Spiels sickerte durch, daß sich der 1. FC Düren aus der Nachbarschaft den Mittelrhein-Pokal gegen Alemannia Aachen gesichert hatte und nun im DFB-Pokal auf den ruhmreichen FC Bayern München trifft. Traumlos! Am nächsten Tag gewann der FC Bayern in Lissabon zum 6. Mal den Landesmeisterpokal und wurde noch ein bisschen ruhmreicher! :-)



26.07.20 * RSD Jette - Union Royale Namur   1:2 * 15:00 Uhr * Freundschaft * Stade Communal de Jette, Brüssel * Zuschauer: ca. 250 * Eintritt: frei * An- und Abreise der Bahn zu 122,65 EUR * ÜmF im Bedford Hotel, Brüssel zu 91,25 EUR (2 Personen) *

Auf Kultur-pur-Tour mit meiner Großen nach Brüssel - und zufällig (isch schwöre!) die Gelegenheit zu einem Fußballspiel. Nach 156 Tagen das erste Speil seit dem Corona-Ausbruch, der erste neue Ground seit der Mumbai Football Arena. Danke Pia, daß Du mit Paps einen Nachmittag bei seinem liebsten Hobby verbracht hast :-)! Der Tipp zu dem Spiel kam von Stephané Lievens (Merci !), im tollen Stadion von Jette traf man mit Bob Vellinga auf eine Facebook- Bekanntschaft und einen Gleichgesinnten aus Schiedam! Nice to meet you! Hier ist übrigens auch Terrein B sehenswert. Am nächsten Tag das Comeback von Corona: Spiele in Brüssel und Flandern nur noch ohne Zuschauer.